IT Village

Unser Partner IT Village in der Savannenregion im Norden Togos

itvillageDer Verein IT Village hat seinen Sitz in Dapaong, der Hauptstadt der Savannenregion im Norden Togos. Der Verein hat 35 Mitglieder. Er ist tätig in der Savannenregion.
Der heutige Staat Togo entstand Ende des 19. Jahrhunderts. Damals sicherte sich das Deutsche Reich den Landstrich als Kolonie. Die Grenzen wurden von den verschiedenen in der Region anwesenden Kolonialmächten festgelegt. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Togo geteilt und unter britische und französische Verwaltung gestellt. Der britische Westteil Togos wurde 1957 Ghana angegliedert. Der französisch verwaltete Ostteil erhielt dagegen eine Teilautonomie und wurde 1960 als Republik Togo unabhängig.

Togos setzt sich aus mehr als 40 verschiedenen Ethnien mit fast ebenso vielen Sprachgruppen heterogen zusammen.
Es gibt eine ausgeprägte Wanderungsbewegung vom Land in die Städte. Dort besteht allerdings eine immer höher werdende Arbeitslosigkeit gerade unter jungen Menschen. Vor allem junge Männer wandern daher ins Ausland vor allem in Nachbarstaaten ab, aber auch mit dem Ziel, in Europa oder Nordamerika Arbeit zu finden.

Togo hatte 2015 7,2 Mio. Einwohner, davon sind 42% unter 15 Jahre und nur 3% über 64 Jahre (Deutsche Stiftung Weltbevölkerung). 2050 wird nach Prognose der Stiftung eine Einwohnerzahl von 16,3 Mio. erwartet. Die Lebenserwartung bei der Geburt betrug 2015 57 Jahre, 23 Jahre weniger als für die deutsche Bevölkerung.

Der Staat gliedert sich in fünf Regionen. Die Savannenregion ist die nördlichste und ärmste mit Grenzen zu Ghana, Burkina Faso und Benin. Die Savannenregion hat rund 890.000 Einwohner (Stand 2013). Die Region besteht aus 5 Präfekturen, 70 Kantonen, 1.073 Dörfern und 451 Weilern. Die Provinzhauptstadt Dapaong hat rund 100.000 Einwohner.

Der Anteil der sogenannten extrem Armen wird für die Savannenregion mit 90,5% der Bevölkerung angegeben. Die Säuglingssterblichkeit betrug 2012 144 von 1.000 (in Deutschland 3,3). Die Müttersterblichkeit betrug 486 je 100.000 Lebendgeborenen (in Deutschland 4). 2012 wurden 1.153 malariabedingte Todesfälle registriert, darunter waren 766 Kinder unter 5 Jahren.

Die Savannenregion hat eine Fläche von 8.596 km², Mecklenburg-Vorpommern 23.174 km². Die Savannenregion ist mit 105 Einwohnern je km² dichter besiedelt als Mecklenburg-Vorpommern (69 Einwohner je km²). Es gibt eine gut ausgebaute Nord-Süd-Fernstraße durch die Savanne, die von vielen Lastern von und nach dem Hafen in Lomé aus und nach Burkina Faso, Niger und Mali befahren wird. Zu vielen Dörfern führen keine festen Straßen. Nicht wenige sind darum in der Regenzeit nicht immer mit dem Auto zu erreichen. Zu den Dörfern fahren keine Busse. Elektrische Energie und sauberes Trinkwasser sind in vielen Dörfern nicht vorhanden. 60% der Einwohner der Savanne haben keinen Stromanschluss. Die Mobilität hat sich in den letzten Jahren verbessert. Aber sie ist noch immer sehr gering. Man sieht viele Fahrräder. Die Zahl der Dreirad-Transport-Motorräder hat sich erhöht. Das Telefonnetz scheint in der gesamten Savanne ausgebaut zu sein. Seit 2015 kann über WhatsApp in der Savanne telefoniert werden. Der Internetausbau ist in der Savanne unzureichend.

 

 

 

 

 

Wertschöpfungsketten

Wertschöpfungsketten
Um wirkungsvoll Armut zu bekämpfen, müssen in der Savanne Arbeitsplätze geschaffen werden. Subsistenzwirtschaft und Handel sind bisher vor allem die Stichworte, die die Arbeitswelt in der Savanne bestimmen. Da die Kaufkraft in der Region gering ist, schaffen es nur sehr wenige aus dem Teufelskreis der Armut zu kommen. Neben den Dorf- und Stadtmärkten ist die internationale Fernstraße vom Hafen in Lomé nach Burkina Faso ein wichtiger Handelsplatz. Hier werden aber in der Regel nur Rohprodukte zu geringen Preisen verkauft. In der Savanne gibt es fast keine Unternehmen, die Rohprodukte verarbeiten. Verarbeitung schafft Arbeitsplätze und Wertschöpfung und kann bessere Löhne zahlen.
IT Village hat ein positives Beispiel geschaffen. 2010 wurde das Projekt „Honig der Savanne“ gestartet. Imkerei ist in der Savanne traditionell bekannt. Für Imkerei gibt es in der Savanne hervorragende Voraussetzungen. Dazu kommt, dass die Haupterntezeit für Honig in den Monaten Februar und März ist. In diesen Monaten ist es sehr heiß und trocken. Viele Menschen in den Dörfern haben in diesen Monaten keine Einkommensmöglichkeiten. Kinder kommen hungrig in die Schule. Durch die Imkerei kann in diesen Monaten Einkommen erzielt werden.

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Jahreshauptversammlung IT Village am 5.12.2015

Auf dem Gruppenbild sind Mitglieder und Gäste des Vereins zu sehen. Gäste waren Vertreter des Präfekten von Dapaong, Bürgermeister, Schuldirektoren von Gymnasien in Dapaong und von Dorfschulen, Schulinspektor und Vertreter von NGOs in Dapaong.

Es wurde auch der Vorstand gewählt, auf dem Bild von links: Kampor Siel, Beisitzer; Nam Foussena , Schatzmeisterin; Etienne Dable, Vorsitzender, Kankpiame Souke, Schriftführer und Songui Langbadibe, Beisitzer. Letzterer ist der Campingplatzbesitzer. Er ist neu im Vorstand.

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Berufsausbildung im Bonita-Haus

Das BONITA-Haus - berufliche Ausbildung in Dapaong

Wir bitten um Spenden für Stipendien, damit auch junge Frauen und Männer aus armen Verhältnissen ausgebildet werden können.

* Stipendien für die Ausbildung von Landwirten und Handwerkern: 5 bis 10 € monatlich

* Stipendien für die Informatiker, Buchhalter, Büroassistenten, Kaufleute: 12 bis 24 € monatlich

Spendenkonto:

DAZ e.V.

IBAN: DE49 1505 0500 0232 0082 56

BIC: NOLADE21GRW

bei der Sparkasse Vorpommern

Kennwort: Stipendium

Unter youtu.be/nAfu5zZRMiE können Sie ein Video über den Bau und die Einweihung des BONITA-Hauses sehen.

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siehe: Der Verein: Paten-Erklärung-Berufsausbildung

Dort finden Sie ein Formular für eine Patenschaftserklärung.

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Mit Finanzierung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Fürsorge- und Bildungsstiftung wurde von 2010 bis 2013 in Dapaong ein Ausbildungszentrum, das BONITA HAUS, gebaut. Schwerpunkt ist in Absprache mit dem togoischen Ministerium die Ausbildung im Bereich Agroökologie.

Träger der Ausbildungsstätte ist unser Partner, der Verein IT Village. Einzugsbereich für das BONITA HAUS sind der Norden Togos und die Nachbarregionen in Burkina Faso und Benin. Im Umkreis von 200 km gibt es keine entsprechende Ausbildungsstätte. Die Ausbildung hat das Ziel, junge Menschen in einer sehr armen Region in Arbeit zu bringen bzw. sie zu befähigen, sich Einkommen zu erarbeiten.

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Zusammenarbeit mit der TH Wildau

Zusammenarbeit mit der TH Wildau

In Kourdjoak ist im Juli 2014 eine Solaranlage für die Grundschule eingebaut. Der Einbau weiterer Solaranlagen in Nagre 2 und Mandime wird für den Herbst 2015 vorbereitet.

Bei einem Besuch in den Dörfern der Savanne Togos fühlt man sich zurückgesetzt in die Zeit vor der Industriealisierung. Das stimmt nicht ganz. Man kann schon mal eine Motorsäge oder Motorräder und Autos hören und sehen und Handys hört man immer öfter. Aber viele Arbeiten werden ohne Maschineneinsatz durchgeführt. In den meisten Dörfern gibt es keinen Strom. Auf den Feldern wird mit einfachen Haken gearbeitet. Wasser wird kilometerweit von Brunnen und Tümpeln zu den einfachen Lehmhütten geschleppt. Sauberes Trinkwasser ist nicht selbstverständlich.

In diese Region moderne Technik zu bringen, die die Menschen verstehen, mit der sie arbeiten, sie reparieren und warten können, das ist eine Herausforderung. Prof. Dr.-Ing. Jörg Reiff-Stephan von der TH Wildau war im März 2013 bei einer Projektreise mit dabei. Er will uns mit seinen Studenten bei dieser Herausforderung unterstützen. Die erste fachliche Beratung erfolgte für die Ausschreibung einer Solaranlage, mit der das neue Schulgebäude in Kourdjoak beleuchtet wurde. Im Dorf ist das die erste elektrische Beleuchtung.

Das zweite Vorhaben ist ein Solarantrieb für eine Lehmpresse. Rene von Lipinski und Markus Richter von der TH Wildau haben das Modell entwickelt. Beim VDI-Wettbewerb in Berlin und Brandenburg "Mensch und Technik 2014" belegten sie mit dieser Arbeit Platz 3. Ein toller Erfolg. In einer Erklärung der TH Wildau heißt es: "Die Gemeinschaftsarbeit von René von Lipinski und Markus Richter mit dem Titel „Regenerative Energie für die Entwicklung von Togo“ wurde von der Jury auf Platz drei gewählt. Darin haben sich die Autoren analytisch und entwicklungstechnisch mit zwei Projekten, einer Handyladestation und einer Lehmsteinpresse, beschäftigt und Lösungen entwickelt, die nunmehr mit den Partnervereinen vor Ort umgesetzt werden und damit das Leben der Savannenbevölkerung Togos nachhaltig verbessern." DAZ ist über die Zusammenarbeit mit der TH Wildau sehr glücklich. Angepasste Entwicklungen für die Nutzung der Energie in der Savanne sind eine wichtige Voraussetzung für die wirtschaftliche Entwicklung in der Region und damit für die Schaffung besserer Lebensbedingungen für die Menschen.

siehe auch www.forum-energiewende-vorpommern.de

Bericht der TH Wildau

Prof. Dr.-Ing. Reiff-Stephan von der TH Wildau entwickelt mit seinen Studenten und Mitarbeitern technische Geräte für den Einsatz in der Savanne - Vorveröffentlichter Auszug aus wissenschaftlichem Beitrag der TH Wildau (Veröffentlichung in 12/2013)

Den Bericht finden Sie unter diesem Link:

Werkzeug für das Bonita-Haus

Werkzeuge für die Ausbildung in Dapaong

Ausbildungsangebote werden in Deutschland reduziert. In Mecklenburg-Vorpommern hat das einen einfachen Grund. Nach der politischen Wende 1989/90 gingen die Zahl der Geburten drastisch zurück. Dazu kam eine Abwanderung junger Menschen. Die Arbeit zog sie in andere deutsche Regionen. So mussten in den letzten Jahren berufliche Ausbildungsstätten geschlossen werden. Von einer Umstrukturierung und Verminderung der Kapazität der ABC-Bau GmbH in MV profitierte DAZ. Am 19. 9. 2011 konnten wir in Schwerin einen Container mit vielen Werkzeugen, die für die Handwerkerausbildung in Dapaong sehr wertvoll sind, beladen. Dazu kamen auch Kreissägen, Wandtafeln, einige Stühle, Tische und Schränke. Außerdem kauften wir einen Rüttler, kleine Honig-Probierbecher und große lebensmitteltaugliche Fässer für den Honig der Savanne.

Wir möchten hiermit den Verantwortlichen des ABC-Bau für alle Unterstützung danken. Auch denen, die uns beim Transport halfen. Der Reifenhändler Helm und der Toom-Baumarkt in Lankow halfen uns mit Verladetechnik.

Fotos hierzu finden Sie unter diesem Link:

Neue Schulbänke für die Grundschule in dem Dorf Kpayendiga

Holzschulbänke in KpayendigaSchulbänke in KpayendigaIT Village will die Schulförderung künftig ausweiten auf die Grundschule in dem Dorf Kpayendiga und auf sieben Hauptdörfer von Kantonen in der Präfektur Tone. Die Dorfgemeinschaft von Kpayendiga hat für die landwirtschaftliche Ausbildung 127 ha Ackerland kostenlos zur Verfügung gestellt. Weitere Flächen wurden in Aussicht gestellt. Die Grundschule ist in einem sehr schlechten Zustand. Für 204 Schülerinnen und Schüler stehen unzureichend eingerichtete Klassenräume in einfachen Gebäuden zur Verfügung.

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Woche der Kultur im Bonita-Haus

Informationsbanner Kulturwoche Bonita HausDas BONITA-Haus, die berufliche Ausbildungsstätte in Dapaong im Norden Togos, hat in der Woche vor Ostern eine Kulturwoche veranstaltet. Drei Veranstaltungen standen im Mittelpunkt:

1. Eine junge Psychologin hat eine Veranstaltung mit sexueller Aufklärung angeboten. Das ist in der Savanne ein Tabuthema. 200 junge Leute waren gekommen, die Jüngsten 10 Jahre alt. Es soll zu einer interessanten Diskussion mit den Teilnehmern gekommen sein.

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Der Franzose Bruno Chauvel als Berater im Bonita-Haus

Der Franzose Bruno Chauvel ist ein wichtiger Berater für den Ausbildung im BONITA-Haus

Bruno Chauvel bei einer Vorlesung im BONITA-Haus

Er schreibt:

Wir sind überzeugt, dass die Welt von morgen noch globaler als heute sein wird und dass ein Absolvent des Ausbildungszentrums BONITA-Haus weltweit denken und handeln muss. Deshalb erachten wir es als unerlässlich, dass die Ausbildung im BONITA-Haus alle für Führungspositionen und Unternehmertum notwendigen Kompetenzen miteinander verbindet. Es kommt darauf an, dass alle Schüler, so verschieden sie auch sein mögen, befähigt werden, ihre Potenzen unter Beweis zu stellen und ihre Talente aufzudecken.

Das Ausbildungszentrum BONITA-Haus in Dapaong entwickelt sich gegenwärtig zu einem echten Technologiepark im äußersten Norden Togos. Es ist eine regionale strategische Drehscheibe für mehrere Länder: Ghana, Burkina Faso, Mali, Niger und Benin.

Wir werden zukünftig in der Agroökologie alle möglichen Spezialisierungen vornehmen: in der Tierproduktion (Bienen-, Geflügel- und Fischzucht) und in der Pflanzenproduktion (Forst- und Feldwirtschaft). Für diese Ausbildungsdisziplinen bieten wir für die Erzeugung und Vermarktung der Produkte zusätzliche Studiengänge insbesondere für das Handelsgewerbe, Buchhaltung, Geschäftsführung, für den Sekretariatsbereich und Informatik an. Das sind wichtige Bindeglieder, damit unsere Ausbildungsangebote einen direkten Bezug zu Berufen haben, die zu Beschäftigung führen.

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Schulförderung - ohne Schule geht es nicht

Schulförderung -Ohne Schule geht es nicht!

Seit 2007 fördert DAZ fünf Grundschulen in fünf Dörfern der Savanne. Damals gingen viele Kinder nicht zur Schule. Es musste Schulgeld gezahlt werden. Dafür und für Schulmaterial hatten viele Familien kein Geld. Dass für Mädchen der Schulbesuch wichtig ist, dafür hatten viele Väter kein Verständnis. Nur sehr wenige Mädchen erreichten den Schulabschluss. Auch die staatlichen Rahmenbedingungenwaren völlig unzureichend. Eine Grundschule hat in Togo sechs Klassenstufen. Der Staat stellt bis heute in diesen Dörfern in der Regel nur drei Klassenräume zur Verfügung und bezahlt auch nur 3, maximal 4 Lehrer. Das Schulgeld wurde kurze Zeit später gestrichen. Das Schulmaterial können bis heute nicht alle Familien bezahlen.

Damals trafen wir zufällig einen Schüler, der auf dem Kopf Bücher trug. Es waren gerade Sommerferien. Wir waren neugierig und fragten ihn, was für Bücher er da auf dem Kopf hat. Er erzählte, dass er aus einer Bibliothek in Dapaong (15 km entfernt von dem Dorf) Schulbücher ausgeliehen hat und sie abschreiben will. Er erzählte dann weiter, dass nur sehr wenige Schüler und Lehrer Schulbücher haben. In einer Schule stellten wir dann fest, kamen auf 100 Schüler ein Schulbuch.

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Schulförderprogramm: Ohne Schule geht es nicht!

Schulförderprogramme: Ohne Schule geht es nicht!

Spendenkonto:

DAZ e.V.

IBAN: DE49 1505 0500 0232 0082 56

BIC: NOLADE21GRW

bei der Sparkasse Vorpommern

Kennwort: Schule

Spenden erbitten wir

* für Schulmaterial: 15 € für einen Grundschüler in einem Schuljahr

* für Schulbücher: 60 € für einen Grundschüler

* für das Gehalt eines zusätzlichen Lehrers: 40 € im Monat

* für Schulessen: 50 € für einen Schüler für ein Schuljahr

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siehe Der Verein: Paten-Erklärung-Schule

Dort finden Sie ein Formular für eine Spendenerklärung.

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Im Januar 2015 haben die Vorbereitungen für den Bau eines neuen Schulgebäudes in Mandime begonnen. Der Bau erfolgt nach dem Entwurf von Architekt Kéré. Nach seinen Entwürfen wurden schon Schulen in Kourdjoak und Nagre 2 errichtet. Rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahrs am 28. 9. 2015 wurde der Bau fertig. Auch die Solaranlage ist auf dem Dach und funktioniert. Der Berliner Ingenieur Jadke war dort und hat zusammen mit togoischen Elektrikern diese Solaranlage und die in der Schule in Nagre 2 eingebaut. Das war ein gelungener Workshop. Denn sie sollen künftig selbständig Solaranlagen einbauen, reparieren und warten. Drei Schulen haben nun Solarstrom. 2014 wurde die Anlage in Kourdjoak eingebaut. Das Schulgebäude entwickelt sich immer mehr zu einem Dorfgemeinschaftshaus. In diesen Dörfern sind das die ersten Gebäude mit elektrischen Licht.

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Berufsausbildung im Bonita-Haus

Berufsausbildung
IT Village eröffnete 2013 in der Provinzhauptstadt Dapaong eine berufliche Ausbildungsstätte, das BONITA-Haus. Schwerpunkt der Ausbildung ist das Fach Agroökologie. Land- und Forstwirte lernen Anbaumethoden für die Savanne. Sie lernen effektivere Tier- und Fischzucht. Sie werden eingewiesen in die Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte. Künftig soll auch eine Ausbildung für Imker angeboten werden. Dafür suchen wir einen Imkermeister, der Ausbildungspläne aufstellen und togoische Dozenten schulen kann. Brot für die Welt, ein kirchlicher Entwicklungsdienst ist bereit einen Fachmann für bis zu 3 Jahren nach Togo zu entsenden. Grundlage für die Entsendung ist das Entwicklungshelfergesetz, https://www.gesetze-im-internet.de/ehfg/BJNR005490969.html.

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Honigproduktion in der Savanne

Miel des Savanes / Honig der Savanne

 

Im Jahr 2014 wurden 11 t Honig gewonnen. Die Vermarktung in Togo gelingt immer besser. In vielen großen Hotels in Togo wird der Honig der Savanne in 30 Gramm Verpackungen angeboten. Der monatliche Umsatz beim Verkauf betrug Mitte 2014 1 Millionen Fcfa, rund 1.500 €. An der Steigerung dieser Zahl wird weiter gearbeitet. IT Village bemüht sich um Partner in der Elfenbeinküste und in Nigeria, um auch dort den Honig anzubieten. 2014 lief dieses Projekt ohne finanzielle Förderung durch DAZ. Das Projekt wurde zum ersten Mal durch den Verkauf von Honig finanziert.

Im Dezember 2013 führte die Berliner Imkerin Brunhild Stephan einen Workshop für Imker in Dapaong durch. Ihren Arbeitsbericht veröffentlichte DAZ im Jahresbericht 2013. Für die Ausbildung der Imker brauchen wir Dozenten aus dem Ausland, da es bisher keine professionelle Imkerei und auch keine Ausbildung dafür in Togo gibt. Im Februar 2015 erfolgt ein zweiter Workshop mit einem französischen Imker, der viel Erfahrung mit der Imkerei in Afrika mitbringt.

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Prüfung der Honigqualität durch das Bieneninstitut Celle: Sehr gute Qualität!

Im Bieneninstitut Celle wurde der Honig überprüft. Den Prüfbericht fügen wir an. Hier einige Erläuterungen zum Bericht. Die Herkunft aus Togo wird eindeutig identifiziert. Geruch und Geschmack weisen auf Westafrika. Die Farbe ist gut. Das Merkmal trüb bei der Konsistenz liegt daran, dass der Honig gepresst und nicht geschleudert wurde. Bei der Sauberkeit wurde nichts beanstandet.

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Trinkwasserbrunnen für die Savanne

In der Savanne gibt es immer noch viele Dörfer, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Durch die finanzielle Unterstützung der Fürsorge- und Bildungsstiftung und des Wiener Vereins Wasser für die Welt konnte unser Partner IT Village 2014 11 Trinkwasserbrunnen bohren lassen. Mit diesen Dörfern arbeitet IT Village seit einigen Jahren mit Projekt "Honig der Savanne" zusammen. Die Menschen in diesen Dörfern haben ihr Trinkwasser bisher aus Flüssen, Bächen oder Teichen geholt, die auch den Tieren als Tränke dienen.

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Sauberes Trinkwasser

Sauberes Trinkwasser
Als 2005 zum ersten Mal DAZ-Vertreter die Savanne besuchten, waren sie geschockt, als sie sahen, dass Menschen aus schmutzigen Tümpeln Wasser tranken. In diese Tümpel liefen auch Kühe, Schafe, Ziegen, Hunde und andere Tiere und tranken. Kühe ließen Kuhfladen in das Wasser fallen. Aber besonders in der langen Trockenzeit hatten viele Menschen in der Savanne keine Alternative. Selbstgebaute Brunnen, die mühsam gegraben waren, versiegten in der Trockenzeit. Wir begleiteten Menschen, die im März 15 km bis zur nächsten Wasserstelle liefen. Wir hörten, dass Kleinkinder starben, weil sie schmutziges Wasser tranken.
Die Fürsorge- und Bildungsstiftung und die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung halfen uns, dass wir 2008 den Bau von fünf Trinkwasserbrunnen finanzieren konnten. Sie mussten mit professionellen Bohrmaschinen gebohrt werden. In einem Dorf stieß man erst in 120 m Tiefe auf eine ausreichend ergiebige Wasserader. In der Savanne gibt es auch heute keine Firma, die solche Bohrungen durchführen kann. Die nächste Firma hat ihren Sitz mehrere 100 km entfernt. Auch das erhöht den Preis.
Bevor die Bohrungen durchgeführt wurden, wurde von IT Village mit der Dorfbevölkerung geredet. Menschen, die bisher keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser hatte, haben sich um Hygiene und Krankheiten, die mit schmutzigem Wasser zu tun haben, keine Gedanken gemacht. Wie lagere ich sauberes Trinkwasser? Das ist ein Problem, dass auch heute noch nicht in den Dörfern erledigt ist.

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Ohne Wasser gibt es kein Leben

Wasser ist Leben!

In der trockenen Savanne im Norden Togos spürt man es überall: Ohne Wasser gibt es kein Leben. Menschen laufen auch heute noch viele Kilometer, um ihr tägliches Trinkwasser zu holen. Für viele ist das kein sauberes Wasser aus einem tiefen Brunnen und schon gar nicht Wasser aus einer Wasserleitung. Flüsse, Seen, Bäche, Tümpel - aus ihnen holen Menschen ihr Trinkwasser. Kühen, Ziegen, Eseln und anderen Tieren dienen diese Wasserstellen auch als Tränke. An vielen Stellen in der Savanne fehlt Wasser.

Auch die Pflanzen brauchen Wasser. In der Regenzeit gibt es starke Regengüsse. Dann stürzt das Wasser vom Himmel. Aber es ist auch schnell wieder weg. Trockene Bäche sind plötzlich voll und fließen schnell ab in die großen Flüsse. Viel Wasser versickert oder verdunstet unter der heißen Tropensonne.

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Waldaktie

Waldaktie
Mit der Waldaktie unterstützt DAZ Aufforstungsprojekte in der Savanne. Bäume speichern Wasser, verhindern das Absinken des Grundwasserspiegels und verbessern damit Ackerböden. Die Ernteerträge in der trockenen Savanne haben sich in den letzten Jahren verschlechtert. Früher war die Savanne die Kornkammer Togos. Davon kann man nur noch in der Nähe des großen Flusses Oti etwas spüren. Die Bevölkerung in der Savanne hat zugenommen. Heute leben fast 1 Million Menschen in der Savanne. Sie kochen auf Holzfeuer. Deshalb werden viele Bäume abgeholzt. Aufforstungen finden fast gar nicht statt.
IT Village hat in Nagre 2 ein Aufforstungsprojekt gestartet. Es ist verbunden mit einem Projekt der Landwirtschaft, also ein Projekt der Agroforst. Zwischen den Bäumen werden Gemüse und Feldfrüchte angebaut. Im BONITA-Haus werden in der Ausbildungsbaumschule Setzlinge gezogen. In Nagre 2 findet ein Teil der praktischen Ausbildung für Land- und Forstwirte statt. Von hier aus sollen weitere Aufforstungsprojekte gestartet werden. In der Baumschule werden Bäume gezogen, die in der Savanne zuhause sind: Baobab (Affenbrotbaum), Nere (afrikanischer Johannesbrotbaum), Karite, Akazien, Neem, Cashew, Mango, Palmen u.a.
Mit 20 € können Sie Waldaktionär in Togo werden. Dafür hat DAZ eine spezielle Webseite eingerichtet, www.waldaktie-savanne.de. Mit 20 € können 9 m2 Wald finanziert werden. Die Aktie ist eine Spende, für die Sie eine Spendenbescheinigung erhalten. Die Aktie eignet sich auch zum Verschenken.

solarbetriebene Lehmziegelpresse durch Prof. Reiff-Stephan in Betrieb genommen

Solarantrieb für eine Lehmziegelpresse im Bonita-Haus in Dapaong

Das Projektziel des innovativen Entwicklungsvorhabens „Mensch und Technik – mobile regenerative Energiesysteme in der Savanne für Leben und Bildung“ bestand darin, 20 Teilnehmern in einer Zusatzqualifikation einerseits Wissen und Können über regenerative Energiesysteme zu vermitteln. Andererseits wurden sie praktisch-konkret am Fallbeispiel des Aufbaus eines mobilen PV-Generators sowie des Anbaus des elektrischen Antriebes an eine Lehmziegelpresse mit einer spezifischen Anwendungstechnologie vertraut gemacht. Ca. 500 Familien in den Dörfern und Weilern der Savanne, die bisher keinen Zugang zu Elektroenergie haben, sowie 8 Elektrohandwerksbetriebe erfahren und erleben in der praktischen Umsetzung die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten regenerativer Energiesysteme. Es werden die Fähigkeiten und Fertigkeiten aller Beteiligten gestärkt, regenerative Energiesysteme in der Savanne auf- und auszubauen, die technischen Anlagen an lokale Bedürfnisse anzupassen, instand zu halten und zu nutzen.
Die Lebensqualität für die Menschen in den Dörfern verbessert sich, Abwanderungen werden minimiert. Im Zuge der Workshoparbeiten vom 18.-30. November 2016 wurde der PV-Generator GPVM_20161 aufgebaut und die Lehmsteinpresse umgebaut. Anliegende Kurzbeschreibung dient dazu einen Überblick über die Funktionsweise zur Inbetriebnahme und Gebrauch des Generators und der Lehmsteinpresse zu geben.

Hierzu gibt es im Downloadbereich ein entsprechendes Dokument.

Anleitung für die solarbetriebene Lehmziegelpresse